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Die Johannesglocke entstand 1929 anlässlich
der 1000-Jahrfeier Meißens nach einem Entwurf von Emil
Börner, dem damaligen Leiter der Porzellan-Manufaktur.
Die 7,8 t schwere Glocke ist eine der figurenreichsten der
Welt. Dargestellt sind Szenen aus der Offenbarung Christus
als Weltenrichter und das Jüngste Gericht. Die Aufhängung,
die Krone, ist aus 4 Evangelistenfiguren zusammengesetzt.
In den 70er Jahren brach ein Bügel der
Krone, die Glocke verkantete sich im Glockenstuhl und wurde
behelfsmäßig aufgehängt. Im Jahr 2008 soll
die Glocke im Nordwestturm wieder richtig hängen und
klingen. Um Kosten einzusparen, erfolgt eine Reparatur vor
Ort. Dies ist bisher einmal gelungen - bei der Gloriosa-Glocke
im Erfurter Dom.
Zur Unterstützung der Glockenrestaurierung
verkauft der Dombauverein und die Kreissparkasse Meißen
400 kleine Messingglocken. Hergestellt wurden sie im Nürnberger
Familienbetrieb L. und Gg. Bauer Glockenreiner.
Das Glöckchen kostet 14,50 Euro, davon
werden 5 Euro für die Restaurierung der Johannesglocke
gespendet.
Auf dem Messingblech ist das Wappen des Meißner Hochstift,
das Lamm mit der Siegesfahne, abgebildet.
Zu kaufen gibt es die Messingglocke in allen
Geschäftsstellen der Sparkasse im Landkreis, in der Tourist-Information
Meißen, im Dommuseum und im Domlädchen. |