| Dom-DVD
hat Premiere
(Artikel Sächsische Zeitung vom 22.03.2003)
Dokumentarfilm wird im CineStar vorgeführt.
Heute ist Premiere im CineStar. Ein DVD-Film über den
Meißner Dom wird präsentiert. Es ist die erste
digitale Dokumentation über einen Bischofssitz überhaupt.
Der Film wird vom Meißner Hochstift herausgegeben. Ab
sofort können Dombesucher und Interessierte die virtuelle
Führung durch den Dom kaufen und erleben. Für 25
Euro ist sie im Domlädchen zu bekommen. Manches Wissens-
und Entdeckenswerte erfährt der Betrachter so per Bildschirm,
was er beim Rundgang durch die Kirche in dieser Form nicht
sehen kann.
Das Drehbuch zum Film hat der Berliner Regisseur Thomas Claus
mit Hilfe von Dombaumeister Günter Donath, Domprediger
Peter Vogel und Domherr Heinrich Magirius erarbeitet. Im Juni
vergangenen Jahres konnten" die Dreharbeiten beginnen.
Dabei hatten die Mitarbeiter allerdings manche Schwierigkeiten
zu meistern. Zusätzliche Drehtage waren erforderlich,
weil am Dom gebaut und Publikum durch die Kirche geführt
wurde.
Jetzt ist das 45 Minuten lange Meisterwerk fertig, 1000 Stück
gibt es in deutscher und englischer Sprache. Finanziert wurde
das Projekt mit Hilfe des Sächsischen Kultusministeriums,
der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Dombauvereins
Meißen e.V. Der Eigenmittelanteil des Hochstifts Meißen
an der fast 40 000 Euro teuren Filmproduktion betrug
10 250 Euro. (uk)
Der Meißner Dom
Monument sächsischer Geschichte
Hoch ragen die Doppeltürme des Domes über dem Meißner
Burgberg in den Himmel. Schon aus der Ferne künden sie
von der Existenz der Bischofskirche, die mit der Albrechtsburg,
dem Bischofsschloss und den Domherrenhäusern ein einzigartiges
historisches Ensemble bilden. Von diesem Burgberg aus entwickelte
sich seit dem frühen Mittelalter eine Region, die als
Mark Meißen den Ursprung des heutigen Freistaates Sachsen
bildet. Der Dom war die Mutterkirche des 968 gegründeten
Bistums. Seit der Einführung der lutherischen Reformation
im Jahre 1539 verlor die Kathedrale ihre zentrale Funktion.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert trat der Dom als das »Palladium
Sachsens« (Gottfried Semper) wieder stärker in
das Interesse der Öffentlichkeit. 1904 bis 1908 wurde
mit der Errichtung der Westtürme der im 13. Jahrhundert
begonnene Dombau vollendet. Obwohl im Zweiten Weltkrieg vor
Zerstörungen bewahrt, waren in den folgende Jahrzehnten
viele Schäden eingetreten. Nach der Wiedervereinigung
Deutschlands konnte endlich seine Sanierung in Angriff genommen
werden. Die kostbaren Altäre, Bildwerke und Grabplatten
wurden gründlich restauriert. Heute zeigt sich der Dom
mit seiner hochgotischen Architektur in alter Schönheit.
Damit hat auch unsere Zeit die über eintausendjährige
Geschichte dieses Bauwerkes fortgeschrieben.
Ein Film von Thomas Claus Medienproduktion,
Berlin
Im Auftrag des Hochstifts Meißen
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Dombau-Verein Meißen e.V.
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